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Krisen erfolgreich bewältigen

Krisen bewältigen
Weg aus der Krise

Krisen bewältigen

oder: was Aristoteles (384-322 v. Chr.) schon erkannte

 

 

 

 

Aristoteles definierte den Begriff „Eudaimonie/ Gutgeistigkeit“ als geistige Fähigkeit, eigene Talente und Potenziale zu nutzen und das Beste aus sich zu machen. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung an der University of Wisconsin wurden sechs Schlüsselqualifikationen als relevant ein gesundes, erfolgreiches und glückliches Leben benannt:

 

 

 

  1.    Autonomie
  2.   Selbstakzeptanz
  3.   Sinn des Lebens
  4.  Persönliche Entwicklung
  5.   Positive Sozialbeziehungen
  6.  Die Fähigkeit, angemessen auf Umweltereignisse zu reagiere

 

Eine Metapher: 

 

Zwei durstige Frösche, deren Teich ausgetrocknet war, kamen an einem Bauernhof und konnten ihr Glück kaum fassen. Dort stand ein Eimer mit frischer, köstlicher Milch! Gleich sprangen sie hinein, tranken und schmatzten, bis sie satt waren. Als sie schließlich wieder herausspringen wollten, stellten sie fest, dass der Rand des Eimers zu weit oben war und rutschten an der glatten Wand immer wieder ab. Viele Stunden strampelten sie, aber alle Mühen blieben vergeblich. Schließlich waren sie so erschöpft, dass sie kaum noch ihre Beine bewegen konnten. Da meinte der eine Frosch: "Was hilft es, wenn wir uns plagen, es ist aus!" Damit ließ er sich zu Boden sinken und ertrank. Der zweite Frosch gab die Hoffnung nicht auf, er schwamm und strampelte weiter, die ganze Nacht. Als der Morgen kam und die Sonne in den Eimer schien, saß der Frosch auf einem Butterklumpen. Er nahm noch einmal alle Kraft zusammen, sprang mit einem Satz über den Eimerrand und war gerettet.

 

 

Was bedeutet das für Menschen, die sich in einer akuten Krise befinden?

Je früher es im Leben gelingt, diese Qualifikationen zu trainieren und zu verinnerlichen, desto höher ist die Kompetenz im Umgang mit schwierigen Situationen. Die Stärke, eine Krise zu bewältigen, wird Resilienz genannt und kann im persönlichen, gesellschaftlichen oder organisationalen Kontext entfaltet werden.

Diese Fähigkeit ist nicht bei jedem gleich stark aufgeprägt, doch kann sie jederzeit trainiert und weiterentwickelt werden. Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse, die den Zusammenhang zwischen der mentalen Haltung und der gelingenden Krisenbewältigung belegen. Die Psychoneuroimmunologie (PNI) erforscht die Wirkung von Emotionen, Einstellungen und Verhalten auf den Einfluss von Gesundheit. So wurde z. B. nachgewiesen, dass Entspannungstechniken sich positiv auf das Herz- Kreislaufsystem, die Schlafqualität, die Heilung von schweren Erkrankungen und die Behandlung von psychischen Störungen auswirken.

Die Gelegenheit ist überall und kostet häufig nur etwas Eigeninitiative und persönliches Engagement, um das Immunsystem und die persönliche Resilienz zu stärken, beispielsweise:

  • ein Spaziergang (schon 20 Minuten im Wald erhöhen die Abwehrkräfte um 40 %)
  • eine gute Beziehung zu anderen Menschen. Sie entsteht und wächst nur, wenn sich alle darum bemühen und aufeinander zugehen.
  • Meditation, Bodyscan, Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Midful Based Stress Reduction (MBSR) nach Jon Kabat Zinn, Yoga, Atemübungen,.... es gibt zahlreiche kostenlose Downloads, Apps oder Anleitungen bei YouTube zum Ausprobieren.
  • Kreative/ Musische Beschäftigung

Entscheidend ist die Selbstverantwortung. "Alles zählt" (Brian Tracy)

 

 Autorin: Elke Kirchner